Samstag 23. Mai – 20 Uhr – Buchpremière: “Manèges” von Clément Labail, erschienen im Verlag À verse

Autor und Übersetzerin lesen Auszüge – auf Deutsch und auf Französisch

Zu diesem Anlass wird auch die Co-Direktorin des Verlags, Blandine Poinsignon-Douailler, answesend sein.

 

« Armer verrückter Hund »

Manèges-Kreise zeigt ein Schaustellerpaar, dem der Kopf schwirrt.

Manèges/Kreise

Manèges/Kreise

Maria und Pierre, den beiden Protagonisten, schwirrt der Kopf: das Leben, eine gewisse Routine (Zufälliges, Ungewisses) und der Karussellbetrieb – mit dem sie zwar ihren Lebensunterhalt bestreiten, welcher ihnen aber nicht den Eindruck erspart, sich auch im Kreis zu drehen. Das ist zumindest was sie empfinden und sie in eine kräftige aber sensible Auseinandersetzung lenkt, in denen es um so einfache wie problematische Fragen geht wie: Wie wird man glücklich? Allein? Zu zweit? Wie bleibt man sich selbst treu und bewahrt seine eigenen Wertvorstellungen? Wie vermeidet man es, sich im Kreis zu drehen?

Sensibel, leidenschaftlich, sehr aktuell und mit einem gewissen Sinn für Spott teilen die Figuren ihre Fragestellungen wie wattene Pfeile aus, und es obliegt dem Zuschauer, ob er sie annimmt oder zurückweist. Der Text lässt einen nachdenklich zurück, und die sensible Interpretation von Christina Gumz und Clément Labail spiegelt die Tiefgründigkeit der Ausschweifungen ihrer Figuren wider.

Die im Verlag A Verse erschienene Ausgabe ist zweisprachig. Das von Clément Labail auf französisch verfasste Stück wurde von seiner Partnerin Christina Gumz ins Deutsche übersetzt. Beide sind Gründer des Théâtre Au fil des nuages.

Um nun für noch mehr Durcheinander zu sorgen (oder vielleicht auch um den Pfad abzustecken), begleiten die Zeichnungen von Mai-Loan Tu den Leser beim Lesen. Wie Stencils hinterlassen rote und schwarze Striche konfuse und feine Spuren über die Seiten hinweg, erinnern an Wolken und an die Träume, welche sie zum « Kampfbereich » machen sollten (oder auch nicht).

Die Veröffentlichung von Manèges/Kreise stellt zudem eine weitere Kulisse auf: Die des für Spätsommer/ Herbst 2015 geplanten Abenteuers, welches Clément Labail und Christina Gumz auf Fahrrädern von Berlin nach Paris führen wird. Das Ziel ist: die französische Hauptstadt erreichen und dabei ein paar Spuren zu hinterlassen. Spuren auf den Bühnen, auf denen sie das Stück auf Deutsch und Französisch (je nach Landessprache) zeigen werden. Spuren bei den Workshops und Malateliers, welche sie unterwegs durchführen werden.

Erfahren Sie mehr hier.

Startschuss ist am 29. August 2015 in der UfaFabrik in Berlin. Also unbedingt vormerken!

Manèges/Kreise, Clément Labail, Übersetzung Christina Gumz, A verse, collection Aparté, 2015.

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1 Antwort

  1. 6 June 2015

    […] Théâtre Au fil des nuages stellt das für den Spätsommer/Herbst 2015 geplante Projekt „’Manèges-Kreise‘ – ein Theaterstück (k)reist auf Deutsch und auf Französisch von Berlin nach Paris, […]

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